Kleine Schritte - Trauerbewältigung und Trauerrituale

Trauer ist die natürliche und heilsame Reaktion auf einen Verlust. Es ist kein leichter Weg, aber er ist notwendig. Trauern hilft uns, den Schmerz zu verarbeiten. Wer seine Gefühle dauerhaft verdrängt, kann krank werden.

Jeder Mensch trauert anders, die meisten ziehen sich zurück.

Jeder Mensch hat andere Strategien, mit dem Abschiedsschmerz umzugehen – mal mehr, mal weniger gute. Die einen stürzen sich in rastlose Überaktivität und suchen sofort Ersatzbeziehungen, die anderen verfallen in stummes Entsetzen und endlose Grübelei. Nicht wenige unternehmen den – auf Dauer erfolglosen und auch gefährlichen – Versuch, die Schmerzen mit Alkohol oder Medikamenten zu betäuben. Die meisten ziehen sich zunächst zurück. Weil die Trauer zu viel Kraft raubt. Das ist für eine Zeit lang auch gut, solange die Beziehungen zu den Lebenden darunter nicht leiden. Auf Dauer ist ein intaktes soziales Umfeld wichtig.

Grundsätzlich sollten alle zum Teil auch widersprüchlichen Gefühle und Gedanken Ausdruck finden. Es hilft, je nach Gemütslage zu weinen oder zu lachen, zu schreiben oder zu flüstern, zu klagen oder anzuklagen. Trauernde sollten sich genug Raum nehmen, ihren individuellen Trauerweg zu gehen. Oft ist es eine Gratwanderung zwischen dem Ausleben der eigenen Trauer und dem beruflichen oder familiären „Funktionieren.“ Dazu brauchen Trauernde neben Ruhe und Zeit auch Unterstützung, sei es durch Freunde und Familie oder durch professionelle Selbsthilfegruppen.

Rituale erleichtern die Trauer. Trauer ist vor allem ungewohnt. Es fehlen Vorbilder, die erprobte Wege aufzeigen. Alte Bräuche sind heute meist vergessen oder sinnentleert. Dabei hat sich gezeigt, dass lebendige Rituale – egal ob kirchlich oder weltlich – den Trauerprozess erlichtern. Rituale bieten einen schützenden Raum, in dem Trauergefühle ungehindert Ausdruck finden können.

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